Diodenlaser im Überblick

Maker & Kreative

Kompakte Diodenlaser sind ideal für Hobby, Maker und kleine Gewerbe: niedrige Einstiegskosten, einfache Wartung und vielseitige Materialien.

Der Open-Frame-Laser (ab ca. 200 €) ist günstig und flexibel, sollte wegen des offenen Aufbaus aber nur in gut belüfteten Bereichen genutzt werden.

Der Desktop-Laser bietet ein geschlossenes Gehäuse, höhere Sicherheit und erreicht teilweise die Leistung von CO₂‑Lasern – ohne Kühlflüssigkeit oder CO₂‑Röhre.

Für Metalle stoßen Diodenlaser an ihre Grenzen; hier sind Faserlaser die bessere Wahl, während nur spezielle IR‑Module eingeschränkt Metall markieren können.

Allrounder für Einsteiger

Diodelaser sind leicht zu bedienen, gut erweiterbar und eignen sich für Gravuren auf Holz, Leder, Kunststoff sowie beschichtetem Metall.

Offenes Ökosystem

Viele Modelle lassen sich modular erweitern – ob Air Assist, Gehäuse oder stärkere Module, du wächst mit deinen Projekten mit.

Leistung & Module

Moderne Diodenlaser bieten Module zwischen 5 W und 40 W optischer Leistung. Für reine Gravuren reicht häufig 5–10 W, für schnelles Schneiden lohnt 20 W oder mehr.

Vorteile & Grenzen

  • Vorteile
  • Günstiger Einstieg mit modularen Upgrades
  • Präzise Gravuren auf Holz, Leder und beschichtetem Metall
  • Geringer Wartungsaufwand und kompakte Bauweise
  • Grenzen
  • Langsamer beim Schneiden dicker Materialien
  • Transparentes Acryl und blankes Metall nur schwer zu bearbeiten
  • Offene Systeme erfordern zusätzliche Schutzmaßnahmen

Materialübersicht

Geeignete Materialien

  • Holz
  • Pappe & Papier
  • Dunkles Acryl
  • Dünnes Leder
  • Textilien
  • Gummi

Besser meiden

  • Transparentes Acryl
  • Massivholz (>6 mm)
  • Blankes Metall

Verwendungszwecke & Stimmen

Etsy-Seller

„Wir personalisieren 50+ Holzbrettchen pro Woche – der 10W-Diodenlaser läuft zuverlässig und bleibt wartungsarm.“

Holzwerkstatt Rau, Frankfurt

Makerspace

„Mit wechselbaren Modulen decken wir Gravur-Workshops und kleine Serienfertigung ab – perfekt für unsere Community.“

FabLab Köln

Start-up Branding

„Lasergravierte Give-aways aus Holz und Leder heben uns von gedruckten Werbemitteln ab.“

Brandcraft Studio

Subkategorien

Diodenlaser nach Bauart

Auch Diodenlaser lassen sich in folgende Typen unterteilen.

Openframe

Offene Rahmen – leicht, modular, ideal für Maker-Tische.

Desktop

Geschlossene Gehäuse mit Absaugung – sicher und wohnraumtauglich.

Portable

Mobile Geräte (Cube oder Stativ) – flexibel für große Objekte.

FAQ zu Diodenlasern

Die wichtigsten Fragen zu Funktion, Leistung, Sicherheit und Software.

Was ist ein Diodenlaser und wie funktioniert er?
💡
Diodenlaser bündeln mehrere 450-nm-Lichtquellen (LED-Chips), die über Kollimations- und Fokuslinsen zu einem feinen Spot geformt werden. Sie benötigen keine Gasröhre, sind sofort einsatzbereit und lassen sich in offenen oder geschlossenen Systemen betreiben.
Welche Materialien lassen sich mit einem Diodenlaser gravieren oder schneiden?
💡
Holz, Sperrholz, MDF, Leder, Filz, Kork, Karton, Gummi sowie eloxiertes Aluminium und beschichteter Stahl lassen sich zuverlässig gravieren. Mit 20–40 W optischer Leistung sind Schnitte in 3–6 mm Sperrholz möglich. Transparentes Acryl, PVC und blankes Metall eignen sich nicht.
Wie viel optische Leistung sollte mein Diodenlaser haben?
💡
Für reine Gravuren und feine Details reichen 5–10 W. Wer häufiger 3–4 mm Sperrholz schneidet, profitiert von 20 W-Modulen. 30 W und 40 W bieten Reserven für höhere Geschwindigkeit oder dickere Materialien, erfordern aber eine gute Absaugung.
Welche Sicherheitsmaßnahmen sind beim Diodenlaser wichtig?
💡
Eine zertifizierte Schutzbrille gegen blaues Laserlicht, ein geschlossenes Gehäuse oder Haube und eine Absaugung mit Filter sind essenziell. Air Assist reduziert Rauch, verbessert Schnittkanten und senkt das Brandrisiko.
Welche Software und Dateiformate funktionieren mit Diodenlasern?
💡
Gängige Programme sind LightBurn, LaserGRBL oder Hersteller-Software. Unterstützt werden vektorbasierte Formate wie SVG, DXF und AI sowie Rasterdateien (PNG/JPG). Der Export erfolgt meist als G-Code oder proprietäres Maschinenformat.